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Kasberg

30. 9. 2002
Peter Schrammel
Wetter: wolkenlos, Schneelage ab 1500m
Wegverlauf
Bhf. Steyrling, 495m, Wasserböden, 946m, Enzenbachmühle, 555m, Hochberghaus, 1132m, Sepp-Huber-Hütte, 1506m, Kasberg, 1747m, Sepp-Huber-Hütte, 1506m, Langau, 562m, Gr. Ödsee, 692m, Langscheidsattel, 881m, Bhf. Steyrling, 495m
Höhenmeter: 2150m (1809 (MTB) + 341 (Wandern))
Weglänge: 68km (63 (MTB) + 5 (Wandern))
Zeitaufwand: 7 1/2h (1 + 1/2 + 1 1/4 + 1 + 1 + 1/2 + 1/2 + 1/2 + 3/4 + 1/2)
Bewertung: ******: MTB-Tour an der Grenze alles Möglichen auf einen äußerst lohnenden Aussichtsberg
Kondition: I: (H (MTB) + B (Wandern))
Schwierigkeit: A: zwei Stellen in der Querung nördlich des Kasbergs
Gefährlichkeit: 3: im Bereich der Kraxeleien, wegen Eis und Schnee an diesem Tag eher 5
Frequentiertheit: c: Autoverkehr, Wanderer auf der Sepp-Huber-Hütte
Bemerkungen: PKW-Mautstraßen zum Hochberghaus und zur Sepp-Huber-Hütte; Forststraßenbenützung mit den Grundbesitzern abklären! avg(12.69), max(56)
Bericht
Wieder einmal ein herrlicher Tag, an dem niemand Zeit gefunden hatte, so musste ich solo um 6:28 per Bahn von Amstetten nach Steyrling fahren, wo ich um 8:54 ankam. Nach der ersten Steigung hatte sich der mittlere, vordere Zahnkranz verbogen und war im Weiteren nicht mehr benutzbar. Um 10 Uhr erreichte ich über eine einsame, für Radfahrer nicht ausdrücklich verbotenen Forststraße die Wasserböden, von wo es eine halbe Stunde lang zunächst über einen holprigen Fahrweg, dann auf einer schönen, aber von unten gesehen sehr privaten Forststraße bergab, später ab Schindlbach öffentlich und flacher auf Asphalt auswärts nach Enzenbachmühle ging. Von dort führt eine kraftraubende, asphaltierte Mautstraße hinauf zum Hochberghaus, das ich mit einigen konditionellen Problemen kurz nach 12 Uhr erreichte. Hier musste ich die erste Hälfte meiner Jause zu mir nehmen. Weiter fuhr ich von einer am Schranken befestigten Tafel mit Anzeige bedroht durch das Kasberg-Schigebiet zunächst auf und ab, dann immer steiler aufwärts. Die letzten Kehren wurde es dann sehr grobschottrig, und auch die wieder dahinschwindenden Kräfte zwangen mich stückchenweise zum Schieben. Kurz vor der Sepp-Huber-Hütte kam dann noch der Schnee dazu. Um 13 Uhr stellte ich das Rad bei der Hütte ab und legte meine Bergschuhe an. Auf dem im 20cm tiefen Schnee schon breit ausgetretenen Weg wanderte ich in Richtung Kasberg. Bei zwei Felsstufen war wegen Eis und Schnee Vorsicht geboten. Im ständigen Auf-und-Ab erreichte ich auf der östlicheren Wegvariante um 14 Uhr das Gipfelkreuz, wo sich mir das Panorama schneebedeckter Berge vom Hochschwab über den Dachstein bis zu den Berchtesgadner Alpen, natürlich das nahe Totes Gebirge und die Berge der Voralpen vom Traunstein über die Kremsmauer bis zum Sengsengebirge entgegenstellte. Nach einer kurzen, aber ausgiebigen Gipfelrast kehrte ich auf dem direkteren, westlicheren Weg zurück zur Hütte. Um 15:15 folgte die Abfahrt über die Kasbergstraße ins Almtal, wo zu Beginn Glatteis und dann herumliegende Steine meine Konzentration forderten. Auf halber Strecke kam mir ein Mountainbiker entgegen, der mich warnte: "Do untn hod a Bagger de gonze Stroßn aufgrobn." Bei einer Grabenquerung dürfte ein Stück der Straße beim letzten Hochwasser mitgerissen worden sein; ein großes Rohr wurde verlegt, sodass ich 3m fast senkrecht über kantigen Schotter hinunterklettern und mein Rad und mich heil drüben wieder hinaufbringen musste. Weiter fuhr ich Richtung Almsee und dann in die Hetzau; 200m nachdem ich in die Forststraße zum Gr. Ödsee eingebogen war, kam von hinten ein Auto mit Jäger, der mich mit Widerwillen weiterschieben ließ. Nach einem Stopp beim idyllischen Gr. Ödsee erreichte ich dessen Jagdhaus, wo er mich zurückpfiff und sodann mir freundlich eine Abkürzung zum Langscheidsattel beschrieb - wahrscheinlich damit ich schneller aus seinem Revier verschwinde. Um 17 Uhr dort oben angekommen schien ich es schon geschafft zu haben, denn nun geht es nur noch auf einer wirklich glatten Schotterstraße bergab. 150m bevor ich wieder die öffentliche Straße erreichte, wurde ich wieder mit zwei, entgegenkommenden Jägern konfrontiert, die ich nach einigen Verwarnungen und Ermahnungen hinter mich lassen konnte. Nach den letzten Gegensteigungen gelangte ich um 17:30 zum Bahnhof Steyrling; allerdings fuhr der nächste Zug erst um 18:45, sodass ich erst um 21:16 nach Amstetten zurückkehrte.
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