Bergtouren Übersicht Ausrüstung Bewertungen Home

Gr. Sonnleitstein

19. 9. 2021
Harald Goldenits und Peter Schrammel
Wetter: leicht bewölkt
Wegverlauf
Hinternaßwald, 711m - Gr. Sonnleitstein, 1639m - Hinternaßwald
Höhenmeter: 968m
Weglänge: 12km
Zeitaufwand: 4 3/4h (2 3/4 + 2)
Bewertung: ***: Aussichtsberg im Nordwesten von Schneeberg, Rax and Schneealpe
Kondition: D
Schwierigkeit: 0: tw. steil und mühsam
Gefährlichkeit: 3: kurze Querung im extrem steilen Wald vor dem Ausstieg zur Forststraße unter dem Betriegel; Abstürze in Wegnähe im Sattel nach dem Betriegel; Abstürze am Forsttraßenrand beim Abstieg; Gipfelbereiche!
Frequentiertheit: c: 9 Leute am Gipfel
Bemerkungen: Mit Bahn und Bus angereist.
Bericht
Anstatt uns wieder einmal bei ein paar Bier zu treffen, schlug Hari vor eine Wanderung zu machen. Darüber hatten wir auch voriges Jahr schon gesprochen, aber es war nie dazu gekommen. Diesmal ging es sich aber aus und wir wählten als Ziel den Gr. Sonnleitstein von Hinternaßwald aus. Ich reiste von Amstetten an und wir trafen uns am Bahnhof Meidung um 7:30, von wo es mit dem Zug weiter nach Payerbach-Reichenau ging. Der Zug war glücklicherwise pünktlich – ein paar Wochen zuvor hatte Hari diesbezüglich Probleme, als er in der Gegend war. Wir wechselten zum Bus nach Hinternaßwald, der gerade eintraf. Die Anfahrt durch das Höllental ist sehr beeindruckend. Auch das Wetter schaute deutlich freundlicher aus, als wir erwartet hatten. Der Bus zwängte sich im Schritttempo durch die enge Schlucht nach Hinternaßwald und um 9:20 marschierten wir schon über die sonnigen Almwiesen hinauf. Ein junges Pärchen hatte auch das gleiche Ziel. Wir ließen sie wenig später passieren. Unten im Wald war es noch etwas feucht. Weiter oben führte der Weg durch einen Schlag. Der Weg dort einigermaßen ramponiert und offensichtlich auch etwas verlegt worden. Bei einem Trinkstopp konnten wir das Habsburger Haus auf der gegenüberliegenden Rax ausmachen. Nach einer etwas ausgesetzen Querung gelangten wir hinaus auf eine Forststraße, die wir sogleich querten. Nebelschwaden drängten sich gegen den Felsaufbau von Norden her. Richtung Süden war der Blick aber frei in Richtung Schneealpe und Amaißbichl, wo Hari zwei Wochen zuvor war. Die Sonne brachte uns ganz schön ins Schwitzen als wir durch die Blumenwiesen Richtung Gipfel querten. Nach einer Weggabelung wird der Weg steiler und felsiger. Der imposante Gipfelaufbau wird sichtbar, der aber umgangen wird. Nach wenigen Minuten waren wir alleine am Gipfel. Wo war das Pärchen, das vor uns war? Wir begannen zu jausnen, als nach und nach fünf weitere Wanderer eintrafen. Zuletzt kam auch das Pärchen – sie hatten sich vergangen. Die Sicht wurde jetzt auch nach Norden Richtung Gippel und Göller etwas besser. Der Hochschwab war im Westen deutlich zu erkennen. Um 12:45 begannen wir mit dem Abstieg. Der Weg setzt nach der Weggabelung die lange Querung fort und ist teilweise schräg und abschüssig. Nach einem steileren Abstieg erreichten wir die Forststraße. Von weitem hatten wir bereits Forstarbeiten gehört. Aus diesem Grund war auch der weitere Weg über die Amaiswies gesperrt. Eine Gruppe, die wir am Gipfel getroffen hatten, ignorierte die Sperre; wir gingen aber auf der Forststraße um den Talschluss herum und folgten dann den markierten Abschneidern, die die Serpentinen verkürzten. An einer Stelle mussten wir um eine große Buche, die erst vor einigen Tagen umgestürzt war, herumwandern. Um 14:30 waren wir wieder bei der Bushaltestelle, wo gerade zwei Autos abfuhren. Wir dachten nicht sofort daran, dass wir eigentlich nach Naßwald mitfahren könnten. Beim vierten Auto klappte es aber dann und wenige Minuten später saßen wir beim Gasthof Raxkönig auf der Terrasse und genossen einige Raxbier, bis uns der Bus um 16:50 abholte. Um 20 Uhr war ich wieder in Amstetten.