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Bewertungen

Höhenmeter und Kondition


Die Höhenmeter-Angaben beziehen sich immer auf die Aufstiegs-Höhenmeter (inkl. Gegenanstiege). Zur Bewertung berechne H = Aufstiegs-Höhenmeter * (2/3) + Abstiegs-Höhenmeter * (1/3)
und lese aus der folgenden Tabelle an Hand von H in der Spalte Hm-Bereich die vorläufige Bewertung mit der "normalen" Weglänge ab. Danach addiere zu H, nur falls die tatsächliche Weglänge größer der "normalen" Weglänge ist, den Wert von 20*(tatsächliche Weglänge - "normale" Weglänge)
und lese dann in der Spalte Hm-Bereich die Wertung ab.
Bei besonderen Schwierigkeiten (z.B. Kletterstellen über I+, Klettersteig ab C, Gletscherbegehung, etc.) kann die endgültige Wertung im Nahbereich eines "Wertungssprunges" noch um einen Grad angehoben werden. Für Mehr-Tages-Touren wird für jeden Tag eine Wertung vergeben (z.B. DF); hierbei ist es besonders wichtig, die Unterscheidung zwischen Abstiegs- und Aufstiegs-Höhenmetern zu berücksichtigen.

GradBeschreibungHm-Bereich"normale" Weglänge
A: sehr leichte Tour0-250hm5km
B: leichte Tour250-500hm7.5km
C: mittelleichte Tour500-750hm10km
D: mittlere Tour750-1000hm12.5km
E: "Tagestour" für Normalgeher1000-1250hm15km
F: anspruchsvolle Tour1250-1500hm17.5km
G: sehr anspruchsvolle Tour1500-1750hm20km
H: äußerst anspruchsvolle Tour1750-2000hm22.5km
I: "Gewalttour"2000-2250hm25km
J: Kommt gar nicht so selten vor!2250-2500hm27.5km
K: Ebenso...2500-2750hm30km
L: Pfh...2750-3000hm32.5km
M: Pfffhhh...mehr als 3000hm35km

Schwierigkeitsgrade


Die Kletterbewertung ist immer dann adäquat, wenn zur Fortbewegung keinerlei Hilfsmittel wie Drahtseile, Trittklammern etc. verwendet werden. Sind solche Hilfsmittel vorhanden, deren Verwendung aber ohne nennenswerte Schwierigkeitßunahme verzichtbar, so steht die Kletterwertung in Klammer, z.B. B (I+). Gibt es bei einer Tour sowohl ungesicherte Kletterstellen als auch Klettersteigstellen, so sind die Bewertungen durch einen Beistrich getrennt, z.B. B, 0+.

Kletterstellen

0: unschwierig, Hände werden nicht benötigt, z.B. Ringstraße, Admonter Kalbling
0+: leichte Kletterei über Felsstufen, bei der mitunter der Einsatz der Hände erforderlich sein kann, z.B. Eisenerzer Reichenstein, Sparafeld, Gamsfeld
I-: leichte Kletterei, bei der der Einsatz der Hände zu Sicherungszwecken erforderlich ist, z.B. Hochblaser, Taubenkogel
I: mittelleichte Kletterei, bei der der Einsatz der Hände unbedingt erforderlich ist, z.B. Riffel, Sandling
I+: mittelleichte Kletterei, bei der die Hände nicht nur zum Sichern, sondern auch zum zwischenzeitlichen Halten notwendig sind, z.B. Gr. Ötscher Rauher Kamm, Steinriesenkogel
II-: mittelschwierige Kletterei, bei der das Beherrschen elementarer Klettertechnik unerlässlich ist, z.B. Faulkogel, Buchstein Wengerweg
II: mittelschwierige Kletterei, bei der zusätzlich z.B. schon ein gewisser Mangel an bequemen Griffen und Tritten Schwierigkeiten bereitet, z.B. Peternpfad

Klettersteig

A: leichter Steig, nicht allzu steile Leitern, schmaler Steig mit Drahtseil zur Sicherung, z.B. Dachbodenleiter, Drachenwand, Schmittenstein
A-B: steilere Leitern, leichte Kletterei mit Drahtseilsicherung, z.B. Riffel, Mosermandl
B: mäßig schwieriger Steig, mittelleichte Kletterei mit Drahtseilsicherung, z.B. Sandling, Sparber, Hoher Göll Schusterroute
B-C: steiler, schon Kraft erforderlich, Sicherung mit Klettersteig-Set sinnvoll, z.B. Hoher Göll Mannlgrat, Steinriesenkogel, Faulkogel, Bosruck
C: schwieriger Steig, öfters schon fast in der Vertikalen, Armkraft gefordert, z.B. Kl. Traunstein (Tennengebirge)
C-D: schwierige Kletterei in der Vertikalen, z.B. Rettenkogel-Bergwerkskogel
D: sehr schwieriger Steig, des öfteren Maximalkraft in leichten Überhängen beansprucht, z.B. Tieflimauer
D-E: sehr schwieriger Steig mit kraftraubende Stellen in leichten Überhängen
E: extrem schwieriger Steig mit zahlreichen Überhängen

MTB-Touren

0: Asfalt und glatte, nicht allzu steile Schotterstraße
+: mäßig steile Schotterstraßen in gutem Zustand (Korngröße <3cm)
++: holprige Fahrwege (Korngröße 3-6cm, häufig grmößigere Steine dazwischen) und mäßig steiles, nicht allzu holpriges Wiesengelände
+++: felsdurchsetzte oder sehr grobschottrige Wege (Korngröße >3cm) mit kleinen Felsstufen (< 20cm) imd Wurzeln, kurze Steilpassagen und enge Serpentinen, holpriges Wiesengelände
++++: fels- und wurzeldurchsetzte Wege mit Stufen >20cm, rutschige Steilpassagen, sehr sichere Serpentinentechnik erforderlich

Schitouren

I: leichte Schitour in flachem Gelände (< 30°)
I-II: leichte Schitour in flachem Gelände (< 30°) mit kurzen Passagen bis 35°, z.B. Burgspitz
II: mäßig schwierige Schitour in mäßig steilem Gelände (< 35°), z.B. Scheiblingstein (Haller Mauern), Leobner
II-III: mäßig schwierige Schitour in mäßig steilem Gelände (< 35°) mit kurzen Passagen bis 40°, gute Spitzkehrentechnik erforderlich, Abfahrt 35-40° auf <200m, spaltenarmer Gletscher, z.B. Gsuchmauer, Blaseneck, Pic de la Belle Etoile (Belledonne)
III: schwierige Schitour mit lšngeren Passagen (bis 40° auf bis zu 200m) oder kurzen Steilpassagen (40-45° auf bis zu 50m), sehr sichere Spitzkehrentechnik erforderlich, Abfahrt 40-45° auf <200m, spaltenreicher Gletscher, z.B. Gr. Bösenstein, Dent du Pra (Belledonne)
III-IV: schwierige Schitour mit langen Passagen bis 40° oder Steilpassagen (40-45° auf bis zu 200m), kurze extrem steile Stellen > 45°, ev. kurze Mixed-Passagen, Abfahrt 40-45° auf >200m mit sehr kurzen Passagen >45°, z.B. Gamskögel, Les Grands Moulins (Belledonne)
IV: sehr schwierige Schitour, Abfahrt mit Steilpassagen >45° auf >200m, ev. Abseilstellen

Bewertung des allgemeinen Anspruchs von MTB-Touren


Zur Bewertung berechne H = Aufstiegs-Höhenmeter * (2/3) + Abstiegs-Höhenmeter * (1/3)
und lese aus der folgenden Tabelle an Hand von H in der Spalte Hm-Bereich die vorläufige Bewertung mit der "normalen" Weglänge ab. Danach addiere zu H, nur falls die tatsächliche Weglänge größer der "normalen" Weglänge ist, den Wert von 7.5*(tatsächliche Weglänge - "normale" Weglänge)
und lese dann in der Spalte Hm-Bereich die Wertung ab.
Bei besonderen Schwierigkeiten (z.B. schwierige, rutschige Abfahrten/Trails, Tragepassagen, etc.) kann die endgültige Wertung im Nahbereich eines "Wertungssprunges" noch um einen Grad angehoben werden.

GradBeschreibungHm-Bereich"normale" Weglänge
A: sehr leichte Tour0-250hm10km
B: leichte Tour250-500hm15km
C: mittelleichte Tour500-750hm20km
D: mittlere Tour750-1000hm25km
E: mittelschwere Tour1000-1250hm30km
F: anspruchsvolle Tour1250-1500hm40km
G: sehr anspruchsvolle Tour1500-1750hm50km
H: äußerst anspruchsvolle Tourmehr als 1750hm60km

Bei zusammengesetzten Touren aus Berg- und MTB-Touren werden einfach die beiden berechneten Werte addiert.

Bewertung der Gefährlichkeit


Die Gefährlichkeit ist eine ziemlich subjektive Sache.
Bewertet wird im Grund das Gelände, durch das der Weg führt. Einige Beispiele als ungefähre Richtwerte:
  • 1: z.B. Abbrüche abseits vom Weg (z.B Faistenauer Schafberg)
  • 2: z.B. breiter Weg im 4er-Gelände (z.B Schneidkogel)
  • 3: z.B. mittelsteile Wiese (z.B. Stumpfmauer)
  • 4: z.B. Schrofenwiese (z.B. Sparafeld, Eisenerzer Reichenstein, Kl. Pyhrgas) oder kurzer Steilabbruch (z.B. Admonter Kalbling)
  • 5: z.B. mittelsteiles, mitunter bewachsenes Felsgelände ("ausgesetzt", z.B. Pfaffenstein, Drachenwand)
  • 6: z.B. extrem steile Abbrüche ohne wirksame Pufferzone (z.B. Sandling, Steinriesenkogel, Hoher Göll Klettersteige, Gr. Ötscher Rauher Kamm)
  • 7: z.B. offen extrem ausgesetztes Gelände (z.B. Rettenkogel)

  • Eine Wertungssteigerung um 1 bedeutet in etwa doppelt so hohe Gefährlichkeit.
    Ab 4 sollte Schwindelfreiheit vorausgesetzt werden. 7 bedeutet das Maximum an Ausgesetzheit.
    Gipfelbereiche sind von der Bewertung ausgenommen, ihre Gefährlichkeit wird allerdings im Kommentar zur Bewertung erwähnt.

    Frequentiertheit von Touren


    Ausschlaggebend ist die durchschnittliche Anzahl der Begegnungen je Stunde (2 Stunden bei Radtouren) über die gesamte Tour.

    a: praktisch unbegangen0-1
    b: einsam2-3
    c: normal4-6
    d: frequentiert7-12
    e: sehr frequentiert13-19
    f: überrannt20 und mehr